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Keine Zauberpillen. Die stillen Co-Piloten deines Stoffwechsels. Vitamine sind organische Moleküle, die dein Körper nicht selbst herstellen kann - oder nicht in ausreichender Menge. Sie sind keine Energiequelle. Sie sind Schlüssel, die enzymatische Reaktionen erst ermöglichen: Ohne Vitamin B1 kein Zuckerstoffwechsel. Ohne Vitamin K kein Blutgerinnungsfaktor. Ohne Vitamin D keine Kalziumaufnahme.
Es gibt 13 essenzielle Vitamine - unterteilt in:
Wasserlöslich (B-Vitamine, C): Werden nicht gespeichert - Überschuss geht über Urin. Mangel zeigt sich schnell.
Fettlöslich (A, D, E, K): Werden in Leber und Fettgewebe gespeichert. Mangel entwickelt sich langsam - aber Überdosierung ist möglich. Vitamine sind keine „Nährstoffe für Gesundheit". Sie sind die Bedingung dafür, dass dein Körper funktionieren kann - Zelle für Zelle.
Wie sie wirken - die unsichtbare Choreografie
Vitamine arbeiten nicht allein. Sie sind Co-Faktoren: Ohne sie bleiben Enzyme stumm - wie ein Orchester ohne Dirigent.
Vitamin D ist eigentlich ein Hormon-Vorläufer - es reguliert 200+ Gene, nicht nur den Knochenstoffwechsel.
Vitamin K2 (nicht K1!) lenkt Kalzium in die Knochen und aus den Arterien - ein einziger Buchstabe entscheidet über Verkalkung oder Vitalität.
B-Vitamine arbeiten als Team: B9 (Folat) ohne B12 blockiert die Zellteilung - besonders kritisch in Schwangerschaft.
Vitamin C ist nicht „gegen Erkältung". Es ist der Baustoff für Kollagen, Neurotransmitter und Glutathion - dein wichtigstes Antioxidans.
Ein isoliertes Vitamin wirkt oft nicht - weil es auf Partner wartet, die fehlen. Sinergie - das unsichtbare Netzwerk
Vitamine entfalten ihre Kraft nur im richtigen Kontext:
D + K2 + Magnesium: D öffnet die Tür für Kalzium, K2 führt es in Knochen, Magnesium aktiviert D erst zur wirksamen Form. Ohne diese drei - Kalzium lagert sich in Arterien ab.
C + Eisen: Vitamin C erhöht die Aufnahme pflanzlichen Eisens um das 3-6-fache - entscheidend bei vegetarischer Ernährung.
E + Selen: Beide schützen Zellmembranen - aber nur zusammen bilden sie das Enzym Glutathionperoxidase, das freie Radikale neutralisiert.
B-Vitamine als Kette: B1, B2, B3, B5, B6, B9, B12 - fehlt eines, stockt die gesamte Energieproduktion in den Mitochondrien.
Nicht kombinieren: Hohe Dosen isoliertes Vitamin E können Vitamin K hemmen - Risiko für Blutungsneigung.
Wichtige Wahrheiten
Synthetisch ≠ natürlich: Vitamin E als d-alpha-Tocopherol (natürlich) wirkt anders als dl-alpha (synthetisch). Folsäure (synthetisch) muss erst umgewandelt werden - bei 40 % der Bevölkerung mit MTHFR-Mutation ineffektiv. Folat (natürlich aus Grünzeug) funktioniert sofort. Mehr ist nicht besser: Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) speichern sich - zu viel Vitamin A schädigt Leber, zu viel D verursacht Hyperkalzämie.
Die Quelle entscheidet: Vitamin D3 aus Schafswolle (Lanolin) wird besser aufgenommen als D2 aus Pilzen. Vitamin K2 aus fermentiertem Soja (Natto) ist bioaktiver als K1 aus Spinat.
Darm ist der Schlüssel: Selbst perfekte Vitamine nützen nichts bei undichtem Darm oder fehlenden Gallensäuren (für fettlösliche Vitamine). Zeichen: fettiger Stuhl trotz gesunder Ernährung.
Sonne ist kein Luxus: 20 Minuten Mittagssonne auf Arme/Gesicht produzieren mehr Vitamin D als jede Pille - aber nur bei hellem Hauttyp, Sommer, freiem Himmel. Im Winter Nord-Europas: Supplementierung sinnvoll.
Leber ist Superfood - mit Vorsicht: 100 g Rinderleber decken den Vitamin-A-Bedarf für zwei Wochen. Bei Schwangerschaft riskant (Teratogenität).
Wann Supplemente sinnvoll sind
Nachgewiesener Mangel (Bluttest, nicht Bauchgefühl)
Lebensphase mit erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft → Folat; Alter >65 → B12)
Eingeschränkte Aufnahme (nach Magen-OP, Zöliakie, chronische Darmentzündung)
Dunkle Jahreszeit nördlich des 45. Breitengrads (Vitamin D)
Die letzte Wahrheit
Vitamine sind keine Belohnung für „gutes Verhalten". Sie sind die stille Infrastruktur deines Lebens - wie Strom in den Wänden. Du merkst sie erst, wenn sie fehlen.
Dein Körper will keine isolierten Moleküle. Er will Nahrung - mit all ihren Begleitern, die sagen: „Das ist echt. Das kannst du nutzen."
Iss das Eigelb. Iss die dunklen Blätter. Geh in die Sonne. Lass den Darm heilen. Dann brauchst du keine Pillen - nur Respekt vor dem, was already in dir arbeitet.
E-Tara | Vitamine - nicht zum Optimieren. Sondern damit dein Körper vergisst, was Mangel bedeutet.
Vitamin B1 (Thiamin)
Zuständig für: Umwandlung von Nahrung in Energie, Funktion von Gehirn und Nervensystem.
Natürliche Quellen: Vollkorngetreide, Schweinefleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse.
Mangel: Erschöpfung, Reizbarkeit, Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen/Füßen, Konzentrationsschwäche. Bei chronischem Alkoholmissbrauch: Beri-Beri (neurologische Störungen).
Überdosierung: Unbedenklich - wasserlöslich, Überschuss wird über die Niere ausgeschieden.
Wirkmechanismus:
→ Wandelt Glukose in ATP um - ohne Thiamin hungert das Gehirn trotz vorhandener Nahrung.
Synergiepartner: Magnesium, Vitamin B2, Vitamin B3 - gemeinsam bilden sie das Gerüst des Energiestoffwechsels.
In der Kosmetik: Selten eingesetzt - instabil in Formulierungen. Gelegentlich in Pflege bei fettiger Haut (reguliert Talgproduktion indirekt über Nervensystem).
Formen im Überblick:
Aktive Form: Thiamindiphosphat (TDP) - direkt einsatzbereit im Energiestoffwechsel. Wird bei schwerem Mangel intravenös verabreicht.
Passive Form: Thiaminhydrochlorid - Standardform in Nahrungsergänzungen. Muss im Körper erst aktiviert werden.
Synthetisch: Dasselbe Hydrochlorid-Salz - sicher, aber bei gestörtem Stoffwechsel (Alkoholismus, Diabetes) weniger effektiv aufgrund eingeschränkter Aktivierung.
Vitamin B12 (Cobalamin)
Zuständig für: Nervensystem, Blutbildung, Gedächtnis, Energiehaushalt.
Natürliche Quellen: Ausschliesslich tierische Lebensmittel - Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte. Veganer benötigen zwingend Supplemente oder angereicherte Lebensmittel.
Mangel: Taubheitsgefühl in Händen/Füßen, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmung, megaloblastäre Anämie (vergrösserte rote Blutkörperchen).
Überdosierung: Unbedenklich - wasserlöslich, Überschuss wird renal ausgeschieden.
Wirkmechanismus:
→ Erhalt der Myelinscheide - der Isolierung der Nervenbahnen.
→ Synthese von DNA und roten Blutkörperchen im Knochenmark.
Synergiepartner: Vitamin B9 (Folat), Vitamin B6, Calcium - letzteres ist notwendig für die Aufnahme im Dünndarm.
Wichtig: Bei ~30 % der Menschen über 50 Jahre ist die Aufnahme gestört (Mangel an Intrinsic Factor). Sublinguale (unter der Zunge) oder injizierbare Formen umgehen diesen Defekt.
Formen im Überblick:
Aktive Formen:
- Methylcobalamin - direkt verfügbar für das Nervensystem und Methylierungsprozesse.
- Adenosylcobalamin - wirkt in den Mitochondrien für die zelluläre Energieproduktion.
Passive/Synthetische Form: Cyanocobalamin - kostengünstig, aber enthält einen Cyanid-Rest, der entgiftet werden muss. Ungünstig bei Rauchern, Niereninsuffizienz oder genetischen Entgiftungsstörungen (z. B. MTHFR-Mutation).
Empfehlung: Kombination aus Methyl- und Adenosylcobalamin - bevorzugt sublingual oder als Spray für optimale Bioverfügbarkeit.
Vitamin B2 (Riboflavin)
Zuständig für: Zelluläre Energieproduktion, Hautgesundheit, Sehkraft, Entgiftung.
Natürliche Quellen: Milchprodukte, Eier, Mandeln, Pilze, Buchweizen.
Mangel: Einrisse an den Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden), glänzend-roter „Lackzunge", Schuppenbildung auf der Kopfhaut, Lichtempfindlichkeit der Augen.
Überdosierung: Unbedenklich - wasserlöslich, Überschuss wird renal ausgeschieden (Urin färbt sich leuchtend gelb - harmlos).
Wirkmechanismus:
→ Bildet die Grundlage für FMN und FAD - zentrale Coenzyme der mitochondrialen Atmungskette.
→ Regeneriert Glutathion - das körpereigene Hauptantioxidans.
Synergiepartner: Vitamin B6, Eisen, Zink - gemeinsam unterstützen sie Energiegewinnung und Zellatmung.
Praxistipp: Riboflavin ist lichtempfindlich. Lebensmittel und Supplemente stets dunkel lagern - Sonnenlicht zerstört den Wirkstoff innerhalb von Stunden.
Formen im Überblick:
Aktive Coenzyme:
- FMN (Flavinmononukleotid) und FAD (Flavinadenindinukleotid) - direkt einsatzbereit in der Atmungskette der Mitochondrien.
Passive/Synthetische Form: Riboflavin - Standardform in Nahrungsergänzungen. Wird im Körper zu FMN/FAD umgewandelt - vorausgesetzt, Magnesium und B6 sind ausreichend vorhanden.
Vitamin B3 (Niacin / Niacinamid)
Zuständig für: Cholesterinstoffwechsel, zelluläre Energieproduktion, DNA-Reparatur.
Natürliche Quellen: Geflügel, Fisch, Erdnüsse, Pilze.
Mangel: Erschöpfung, Durchfall, entzündliche Hautveränderungen, Konzentrationsstörungen - im Extremfall Pellagra (die drei D: Dermatitis, Diarrhö, Demenz).
Überdosierung: Unbedenklich in Nahrungsmengen. Hohe Supplementdosen Niacin (>1 g/Tag) können Flush (Hitzewallungen, Rötung) und bei Langzeiteinnahme Leberbelastung verursachen. Niacinamid löst keinen Flush aus.
Wirkmechanismus:
→ Repariert DNA-Schäden durch Unterstützung von PARP-Enzymen.
→ Senkt LDL-Cholesterin und Triglyceride (vor allem Niacin in pharmakologischen Dosen).
Synergiepartner: Vitamin B2, Vitamin B6, Magnesium - gemeinsam bilden sie das Gerüst für NAD+/NADH, die zentralen Elektronenträger im Energiestoffwechsel.
In der Kosmetik:
- Niacinamid (5-10 %) - hochwirksam gegen Entzündungen, Hyperpigmentierung und Akne; stärkt die Hautbarriere.
- Nicht verwechseln mit Nikotinsäure (Niacin) - diese löst Flush aus und wird in der Hautpflege nicht verwendet.
Beide Wirkstoffe haben nichts mit Nikotin (Tabak) zu tun.
Formen im Überblick:
Bioaktive Form: Niacinamid - direkt in den NAD+-Stoffwechsel einbindbar, löst keinen Flush aus. Bevorzugt für tägliche Supplementierung und Kosmetik.
Prodrug: Niacin (Nikotinsäure) - muss erst umgewandelt werden; verursacht Flush durch vorübergehende Gefäßerweiterung. Wird medizinisch bei Dyslipidämie eingesetzt - nur unter ärztlicher Aufsicht.
Hinweis: Beide Formen sind synthetisch herstellbar und natürlich in Lebensmitteln enthalten. Niacinamid gilt aufgrund des besseren Verträglichkeitsprofils als Standard für Prävention und Hautpflege. Hohe Niacin-Dosen (>3 g/Tag) ausschließlich unter Kontrolle von Leberwerten.
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Zuständig für: Synthese von Stresshormonen (Cortisol), zelluläre Energiegewinnung, Hautregeneration.
Natürliche Quellen: Nahezu ubiquitär - besonders reich in Leber, Avocado, Eiern, Pilzen, Nüssen.
Mangel: Selten (aufgrund der weiten Verbreitung in Lebensmitteln). Symptome: chronische Erschöpfung, Kribbeln oder Brennen in Füssen („burning feet syndrome").
Überdosierung: Unbedenklich - wasserlöslich, Überschuss wird renal ausgeschieden.
Wirkmechanismus:
→ Bildet die Grundlage für Coenzym A - den zentralen Träger für Fettsäuren und Steroidhormone.
→ Beschleunigt Wundheilung durch Stimulation der Fibroblasten.
Synergiepartner: Vitamin B1, Vitamin B2, Magnesium - gemeinsam optimieren sie die mitochondriale Energieproduktion.
In der Kosmetik:
- Panthenol (D-Panthenol) - Vorstufe der Pantothensäure; wandelt sich in der Haut zu B5 um.
- Wirkung: intensiv feuchtigkeitsspendend, beruhigend bei Reizungen, beschleunigt Heilung oberflächlicher Schäden.
- Penetriert nicht tief - wirkt primär auf Epidermis-Ebene. Ideal in After-Sun-, Wund- und Beruhigungspflege.
Formen im Überblick:
Aktive Form: Coenzym A - entsteht intrazellulär aus Pantothensäure; direkt einsatzbereit im Stoffwechsel.
Passive Form: Pantothensäure - Standardform in Nahrungsergänzungen; muss im Körper zu Coenzym A umgewandelt werden.
Kosmetische Form: D-Panthenol - stabile Alkoholform; wird in der Haut zu Pantothensäure konvertiert. Bevorzugt in äusserlichen Anwendungen wegen seiner hohen Verträglichkeit und Sofortwirkung auf die Hautbarriere.
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Zuständig für: Nervensystem, Synthese von Serotonin und Dopamin, Immunfunktion.
Natürliche Quellen: Bananen, Kartoffeln, Linsen, Fisch, Nüsse.
Mangel: Depressive Verstimmung, Muskelkrämpfe, mikrozytäre Anämie, erhöhte Infektanfälligkeit.
Überdosierung: Gefährlich bei Dauereinnahme >100 mg/Tag - periphere Neuropathie mit Taubheitsgefühl, Kribbeln, Gangunsicherheit. Rückbildung möglich nach Absetzen.
Wirkmechanismus:
→ Bildet die Grundlage für Neurotransmitter (Serotonin, Dopamin, GABA).
→ Senkt Homocystein - erhöhte Werte gelten als Risikofaktor für Schlaganfall und Arteriosklerose.
Synergiepartner: Magnesium, Zink, Vitamin B9, Vitamin B12 - gemeinsam regulieren sie Neurotransmitter-Haushalt und Homocystein-Stoffwechsel.
In der Kosmetik: Selten eingesetzt. Gelegentlich in Kopfhautpflege gegen Schuppen (unterstützt Lipidbalance der Talgdrüsen).
Formen im Überblick:
Aktive Form: Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P) - direkt bioverfügbar, umgeht die Leberaktivierung. Bevorzugt bei genetischen Störungen (MTHFR-Mutation), Alkoholmissbrauch, Einnahme hormoneller Kontrazeptiva oder Magnesiummangel.
Passive/Synthetische Form: Pyridoxinhydrochlorid - muss in der Leber zu P-5-P umgewandelt werden. Bei Mangel an Magnesium oder Zink blockiert - zudem kann es selbst Magnesium verbrauchen und so einen versteckten Mangel verschärfen.
Vitamin B7 (Biotin)
Zuständig für: Keratinsynthese (Haare, Nägel), Fettsäurestoffwechsel, Glukoseregulation.
Natürliche Quellen: Eigelb (gekocht), Leber, Nüsse, Samen.
Hinweis: Rohes Eiweiß enthält Avidin - bindet Biotin und verhindert die Aufnahme. Eier stets gekocht verzehren.
Mangel: Haarausfall, brüchige Nägel, schuppige Hautausschläge, depressive Verstimmung. Selten durch Ernährung - häufiger bei langfristiger Antibiotika-Einnahme oder rohem Eiweiß-Konsum.
Überdosierung: Nicht toxisch - aber kritisch: Hohe Dosen (>5 mg/Tag) verfälschen Laborwerte (TSH, Troponin, Vitamin D) und können zu Fehldiagnosen führen (z. B. falscher Verdacht auf Herzinfarkt oder Schilddrüsenstörung).
Wirkmechanismus:
→ Aktiviert Enzyme für Keratin- und Fettsäuresynthese.
→ Unterstützt Glukoneogenese - die Neubildung von Glukose aus Nicht-Kohlenhydrat-Quellen.
Synergiepartner: Vitamin B5, Zink - gemeinsam stärken sie Bindegewebe und Stoffwechsel.
In der Kosmetik:
- In Shampoos wirkungslos - Biotin dringt nicht durch die Kopfhaut in die Haarwurzeln vor. Der Effekt ist rein kosmetisch (Oberflächenpflege).
- Wirksam nur bei innerlicher Zufuhr - und ausschließlich bei nachgewiesenem Mangel.
Formen im Überblick:
Aktive Form: Biotin - bereits bioaktiv, benötigt keine Umwandlung im Körper.
Synthetische Form: D-Biotin - chemisch identisch mit natürlichem Biotin. Standard in Nahrungsergänzungen.
Warnung: Dosen >0,5 mg/Tag sollten vor geplanten Bluttests mindestens 48 Stunden pausiert werden - sonst Verfälschung kritischer Laborparameter.
Vitamin B9 (Folsäure / Folat)
Zuständig für: Zellteilung - besonders kritisch vor und zu Beginn der Schwangerschaft für die gesunde Entwicklung des Neuralrohrs beim Embryo.
Natürliche Quellen:
- Blattgemüse (Spinat, Rucola, Grünkohl),
- Linsen,
- Avocado,
- Brokkoli.
Mangel:
- Megaloblastäre Anämie,
- chronische Müdigkeit,
- erhöhtes Risiko für Neuralrohrdefekte beim ungeborenen Kind.
Überdosierung:
- Synthetische Folsäure kann einen Vitamin-B12-Mangel maskieren -
was unbehandelt zu irreversiblen neurologischen Schäden führen kann.
- Natürliche Folate aus Lebensmitteln bergen dieses Risiko nicht.
Wirkmechanismus:
→ Ist zentral am Methylierungszyklus beteiligt - dem biochemischen Prozess, der die „Reinigung" und Regulation der DNA steuert.
→ Ohne ausreichendes B9 kann sich das Erbgut nicht korrekt replizieren - besonders folgenreich bei rasch teilenden Zellen (Embryo, Darm, Blutbildung).
Synergiepartner:
- Vitamin B12 - arbeitet eng mit B9 im Methylierungszyklus; ein Mangel an B12 wird durch hohe Folsäurezufuhr verdeckt.
- Vitamin B6 - unterstützt den Homocystein-Abbau gemeinsam mit B9 und B12.
- Vitamin C - schützt Folat vor Oxidation und verbessert seine Stabilität im Körper.
Empfehlung:
Verwenden Sie L-Methylfolat (5-MTHF) - die aktive Form -
nicht synthetische Folsäure, besonders bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft.
Formen im Überblick
Aktive Form: L-Methylfolat (5-MTHF)
- Direkt biologisch verfügbar,
- umgeht den Umwandlungsprozess in der Leber,
- wirksam auch bei MTHFR-Genmutationen (betroffen sind 40-60 % der Bevölkerung),
- sicher, ohne Maskierung von B12-Mangel.
Passive (synthetische) Form: Folsäure
- Wird in der Nahrungsergänzung und angereicherten Lebensmitteln verwendet,
- benötigt drei enzymatische Schritte zur Aktivierung,
- bei vielen Menschen (besonders mit MTHFR-Variante) wird sie nicht vollständig umgewandelt,
- kann sich im Körper ansammeln und B12-Mangel verschleiern - neurologisches Risiko!
Natürliche Form: Folat aus Lebensmitteln
- In grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Avocado,
- wird sanft aufgenommen und gut vertragen,
- ausreichend für die Allgemeinbevölkerung,
- jedoch nicht ausreichend bei hohem Risiko (z. B. familiäre Vorbelastung, MTHFR-Mutation) - hier ist aktives 5-MTHF erforderlich.
Wichtig:
Eine hohe Zufuhr an synthetischer Folsäure ohne gleichzeitige B12-Unterstützung kann einen bestehenden B12-Mangel klinisch verbergen, während sich Nervenschäden (Neuropathie) weiter verschlimmern.
Daher: Immer B9 und B12 gemeinsam betrachten - nie isoliert.
Vitamin D (D2 - Ergocalciferol, D3 - Cholecalciferol)
Zuständig für: Kalziumhaushalt, Immunabwehr, Stimmungslage.
Natürliche Quellen: Fettiger Fisch, Eigelb, Pilze, Sonnenlicht auf der Haut.
Mangel: Knochenschwäche, gedrückte Stimmung, häufige Infekte, Muskelschmerzen.
Überdosierung: Gefährlich - vor allem durch Supplemente. Risiko von Gefäßverkalkung und Nierenschädigung.
Wirkmechanismus:
→ Öffnet Kalziumkanäle im Darm für bessere Aufnahme.
→ Aktiviert Gene der angeborenen Immunabwehr.
Synergiepartner:
- Vitamin K2 - lenkt Kalzium gezielt in Knochen und Zähne, nicht in die Arterien.
- Magnesium - notwendig, um Vitamin D erst in seine aktive Form umzuwandeln. Ohne Magnesium bleibt D wirkungslos.
In der Kosmetik: Selten eingesetzt - ausschließlich in medizinischen Präparaten bei Psoriasis.
Formen im Überblick:
Aktive Form: Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol) - verschreibungspflichtig, bei Niereninsuffizienz.
Passive Vorstufen:
- D2 (Ergocalciferol) - pflanzlich, schwächer wirksam, kürzere Halbwertszeit im Blut.
- D3 (Cholecalciferol) - tierisch oder aus Flechten (vegan), 2-3-mal effektiver als D2.
Herkunft: D2 ist rein synthetisch. D3 stammt meist aus Lanolin (Schafswolle) oder vegan aus Flechten.
Vitamin E (Alpha-Tocopherol, Tocotrienole)
Zuständig für:
- Zellschutz vor oxidativem Stress („Rostschutz" der Zellen),
- Elastizität von Haut und Blutgefäßen,
- Erhaltung der Membranintegrität, besonders in Nerven- und Muskelzellen.
Natürliche Quellen:
- Pflanzenöle (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl),
- Nüsse (Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse),
- Samen (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne),
- Avocado.
Mangel:
- Selten, aber bei Fettstoffwechselstörungen möglich;
- Symptome: Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Sehprobleme, erhöhte Zerbrechlichkeit der roten Blutkörperchen.
Überdosierung:
- Erhöhtes Blutungsrisiko - Vitamin E hemmt die Thrombozytenaggregation und wirkt gerinnungshemmend;
- Besonders kritisch bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern (z. B. Marcumar, Aspirin).
Wirkmechanismus:
→ Schützt Zellmembranen vor Lipidperoxidation - dem biochemischen Äquivalent zu „Rosten" im Körper.
→ Bewahrt die Struktur von Mitochondrien - den Kraftwerken der Zelle.
→ Unterstützt die Regeneration geschädigter Gewebe durch antioxidative Stabilisierung.
Synergiepartner:
- Vitamin C: regeneriert oxidiertes Vitamin E und verstärkt dessen Wirkung;
- Selen: essentiell für das Enzym Glutathionperoxidase, das gemeinsam mit Vitamin E oxidativen Stress abbaut.
In Kosmetik und Ölen
- Vitamin E ist natürlicher Bestandteil aller pflanzlichen Öle (besonders reich in Mandelöl, Weizenkeimöl);
- Wird oft als natürlicher Konservierungsstoff zugesetzt, um Ranzigkeit zu verhindern;
- In reiner Form (konzentriert) kann es komedogen wirken - also Poren verstopfen - besonders bei Misch- und Akne-neigender Haut.
Formen im Überblick
Aktive (natürliche) Form: d-Alpha-Tocopherol
- Kennzeichnung mit kleinem „d-" (z. B. d-alpha-tocopherol),
- biologisch vollwertig, optimal vom Körper erkannt und genutzt,
- stabil und wirksam in geringeren Dosen.
Synthetische Form: dl-Alpha-Tocopherol
- Kennzeichnung mit „dl-",
- besteht aus einem Gemisch von 8 Isomeren,
- nur ca. 12 % davon sind biologisch aktiv (das „d-"-Isomer),
- der Rest wird langsamer abgebaut oder ausgeschieden - geringere Bioverfügbarkeit.
Zusätzliche natürliche Form: Tocotrienole
- seltene, aber hochwirksame Vitamin-E-Verwandte,
- dringen tiefer in fettreiches Gewebe ein (Gehirn, Leber),
- zeigen stärkere neuroprotektive und leberschützende Eigenschaften als Tocopherole,
- kommen vor allem in rotem Palmöl, Hafer, Gerste vor.
Hinweis:
Vitamin E wirkt am besten im Verbund mit anderen Antioxidantien - isoliert eingenommen verliert es an Effizienz.
In der Natur kommt es nie allein vor - sondern eingebettet in ein Netzwerk aus Fetten, Polyphenolen und Mikronährstoffen.
Daher: Lebensmittel vor Kapseln. Synergie vor Isolation.
Vitamin K (K1 - Phyllochinon, K2 - Menaquinon)
Zuständig für:
- Blutgerinnung (Vitamin K1),
- zielgerichteten Calcium-Transport: Einbau in die Knochen, Schutz der Gefäße vor Verkalkung (Vitamin K2).
Natürliche Quellen:
- K1: grünes Blattgemüse (Spinat, Grünkohl, Rucola, Brokkoli),
- K2: fermentierte Lebensmittel - insbesondere Natto (fermentierte Sojabohnen), gereifter Käse, Sauerkraut, Eier, Leber.
Mangel:
- Erhöhte Blutungsneigung,
- häufige blaue Flecken (Hämatome),
- Zahnfleischbluten,
- Calciumablagerungen in Arterien (weil es nicht in die Knochen geleitet wird),
- erhöhtes Osteoporose-Risiko.
Überdosierung:
- Natürliche Formen (K1, K2) sind extrem sicher - keine toxische Wirkung bekannt.
- K3 (Menadion) ist synthetisch, verboten und toxisch - führt zu oxidativem Stress und Hämolyse.
Wirkmechanismus:
→ Aktiviert zwei zentrale Proteine:
- Osteocalcin - bindet Calcium in den Knochen,
- Matrix-GLA-Protein (MGP) - verhindert Calciumablagerungen in Gefäßen und Weichgeweben.
Ohne Vitamin K bleiben diese Proteine „inaktiv" - Calcium landet an der falschen Stelle.
Synergiepartner:
- Vitamin D3: öffnet die Tür für Calcium-Aufnahme -
Vitamin K2 lenkt es an den richtigen Ort.
- Magnesium: unterstützt die Knochenmineralisation und reguliert den Calcium-Stoffwechsel.
→ Ohne K2 kann eine hohe D3-Zufuhr sogar Gefäßverkalkung begünstigen.
In der Kosmetik
- Vitamin K1 wird in Augencremes und Produkten gegen Couperose und Hämatome eingesetzt - wirkt lokal abschwellend und gefässstabilisierend.
- Vitamin K2 ist instabil in Cremes - kaum wirksam in äußerlicher Anwendung.
→ Systemische Wirkung (auf Knochen, Gefäße, Stoffwechsel) ist nur über die orale Aufnahme möglich.
Formen im Überblick
K1 - Phyllochinon
- aus grünem Gemüse,
- primär für die Leberfunktion und Blutgerinnung zuständig,
- kurz im Körper aktiv, wird schnell ausgeschieden.
K2 - Menaquinone
- MK-4: kommt in tierischen Produkten (Eier, Leber, Butter);
- synthetisch herstellbar;
- wirkt nur wenige Stunden im Körper - weniger geeignet für langfristigen Schutz.
- MK-7: aus Natto (fermentierten Sojabohnen);
- bleibt bis zu 72 Stunden im Blutkreislauf;
- optimal für Knochen- und Gefäßgesundheit - aktiviert Osteocalcin und MGP nachhaltig.
Synthetische Form: Vitamin K3 (Menadion)
- nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen,
- erzeugt freie Radikale, schädigt Leber und rote Blutkörperchen,
- strikt meiden.
Praktischer Hinweis:
Für präventive Gesundheit - besonders bei Osteoporose- oder Herz-Kreislauf-Risiko - ist Vitamin K2 (MK-7) in Kombination mit Vitamin D3 und Magnesium essenziell. Die Natur liefert es am besten durch fermentierte Lebensmittel - denn wahre Vitalität entsteht nicht in Laborisolation, sondern im Rhythmus des lebendigen Stoffwechsels.
Vitamin A (Retinol, Beta-Carotin)
Zuständig für: Nachtsehen, Immunabwehr, Erneuerung von Haut und Schleimhäuten.
Natürliche Quellen: Leber, Eier, Vollmilchprodukte (Retinol); Karotten, Kürbis, Spinat (Beta-Carotin - Provitamin A).
Mangel: Trockene Haut, Nachtblindheit, häufige Infekte, Einrisse in den Mundwinkeln.
Überdosierung: Übelkeit, Haarausfall, Leberschädigung - nur durch isoliertes Retinol (nicht durch Karotten oder Gemüse).
Wirkmechanismus:
→ Aktiviert Gene für die Hauterneuerung.
→ Unterstützt Rhodopsin - den Sehpigment für Dämmerungssehen.
→ Steuert die Zelldifferenzierung - ohne A verlieren Zellen ihre Funktion.
Synergiepartner:
- Zink - notwendig für den Transport von A aus der Leber.
- Vitamin D - verstärkt gemeinsam den Schutz der Schleimhäute.
- Fett - Retinol ist fettlöslich; ohne Fett keine Aufnahme.
In der Kosmetik:
- Retinol - wirksam gegen Hautalterung, aber instabil und reizend.
- Retinylpalmitat - sanfter, wirkt langsamer.
- Beta-Carotin - in Sanddorn- oder Karottenöl als Antioxidans - ersetzt Retinol jedoch nicht.
Nicht kombinieren mit AHA/BHA-Säuren. Abends anwenden, eingebettet in Öle (Jojoba, Hagebutte).
Formen im Überblick:
Aktive Formen: Retinol, Retinal, Retinsäure - wirken sofort in der Zelle. Stark, aber potenziell reizend (innerlich wie äusserlich).
Passive Form (Provitamin): Beta-Carotin, Alpha-Carotin - der Körper wandelt sie nur nach Bedarf in Vitamin A um. Sicher, keine Überdosierung möglich.
Synthetische Ester: Retinylacetat, Retinylpalmitat - stabil, aber langsamer wirksam (zweistufige Umwandlung). Ein Teil geht im Prozess verloren - wirken milder, aber weniger effizient.
Vitamin C (Ascorbinsäure und ihre stabilen Derivate)
Zuständig für:
- Immunfunktion,
- Kollagensynthese (für Haut, Gelenke, Bindegewebe),
- Eisenresorption im Darm,
- Antioxidantien-Schutz - neutralisiert freie Radikale, regeneriert andere Antioxidantien.
Natürliche Quellen:
- Schwarze Johannisbeere,
- Kiwi,
- Paprika (besonders rote),
- Zitrusfrüchte,
- Brokkoli,
- Sanddorn, Hagebutte, Petersilie.
Mangel:
- Zahnfleischbluten,
- langsame Wundheilung,
- Müdigkeit, Anfälligkeit für Infekte,
- im Extremfall: Skorbut (historisch bei Seefahrern).
Überdosierung:
- Ab ca. 2000 mg/Tag: osmotische Durchfälle,
- bei Prädisposition: erhöhtes Risiko für Nierensteine (Oxalatbildung),
- natürliche Quellen (z. B. Beeren, Gemüse) führen nicht zu Überdosierung.
Wirkmechanismus:
→ Ist essentieller Cofaktor für das Enzym Prolinhydroxylase - ohne Vitamin C kann kein stabiler Kollagenstrang gebildet werden.
→ Aktiviert Phase-I- und Phase-II-Detox-Enzyme in der Leber - unterstützt die Ausscheidung von Umweltgiften, Hormonresten, Medikamentenmetaboliten.
Synergiepartner:
- Vitamin E: Vitamin C regeneriert oxidiertes Vitamin E - gemeinsam bilden sie ein antioxidatives Schutznetz.
- Eisen: erhöht die Bioverfügbarkeit von pflanzlichem Eisen (nicht-häm-Eisen) um das 3-6-Fache.
- Ferulasäure (aus Vollkorn, Hafer): verstärkt gemeinsam den UV-Schutz der Haut - nicht als Ersatz für Sonnencreme, aber als innerer Lichtschutz.
In Kosmetik und Ölen
- L-Ascorbinsäure (reines Vitamin C):
- hochwirksam, aber extrem instabil - oxidiert bei Licht/Luft,
- verfärbt sich gelb/braun → wirkt dann nicht mehr, sondern pro-oxidativ.
- Stabile Derivate:
- Tetrahexyldecylascorbat: fettlöslich, dringt tief in die Haut ein, ideal für Öle und reichhaltige Formeln,
- Natrium- oder Magnesiumascorbylphosphat: wasserlöslich, hautfreundlich, wirkt sanft,
- Ester-C®: patentierte Form mit natürlichen Metaboliten (wie Calciumthreonat) - magenfreundlicher, besser verträglich bei empfindlichem Magen.
Anwendungstipp:
→ Morgens in Kombination mit Lichtschutz (SPF):
Vitamin C verstärkt den UV-Schutz der Haut bis zu 4-fach und reduziert lichtbedingte Alterung.
Formen im Überblick
Aktive, natürliche Form: L-Ascorbinsäure
- biologisch identisch mit dem körpereigenen Vitamin C,
- sofort wirksam,
- sehr instabil - muss frisch, dunkel, kühl gelagert werden.
Synthetische, stabile Formen:
- Natrium-/Magnesiumascorbylphosphat:
- wasserlöslich,
- mild, ideal für empfindliche Haut,
- wird im Körper zu aktiver Ascorbinsäure umgewandelt.
- Tetrahexyldecylascorbat:
- fettlöslich,
- durchdringt die Lipidschichten der Haut effizient,
- bleibt stabil in Ölen, wirkt langanhaltend,
- ideal für Anti-Aging- und Aufbauformeln.
- Ester-C®:
- enthält neben Ascorbat auch natürliche Vitamin-C-Metaboliten,
- besonders gut verträglich,
- länger im Blut nachweisbar als reine Ascorbinsäure.
Wichtig:
Vitamin C aus ganzen Lebensmitteln wirkt stärker als isolierte Formen - dank des natürlichen Begleitkomplexes aus Bioflavonoiden, Polyphenolen und Enzymen.
Daher: Beeren, Paprika und Brokkoli vor Kapseln - denn wahre Vitalität entsteht nicht in Isolation, sondern im lebendigen Zusammenspiel der Natur.
Hier finden Sie präzise Erklärungen zu Begriffen aus Naturheilkunde, Ayurveda und ganzheitlicher Gesundheit - ohne Fachchinesisch, ohne Verklärung.
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Dies ist kein Lexikon zum Schwelgen in Begriffen. Es ist ein Werkzeug, damit Sie verstehen - und bewusst wählen können. Damit Sie nicht kaufen, was man Ihnen sagt. Sondern das, was Ihr Körper braucht.
Kurze Texte. Klare Fakten. Kein Marketing.
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Ich heile nicht, ich begleite dich auf dem Weg nach Hause, zu deiner Seele...
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